Juniorwahl an der Francke-Schule


„Wann sind wir dran?“ „Hab’ ich meine Wahlbenachrichtigung?“ „Wo steht denn die Wahlurne?“ – In der Woche vor der Bundestagswahl waren dies die Fragen, mit denen sich die Schüler/-innen in den großen Pausen beschäftigten, wenn sie die Klassen 7 bis 13 besuchten. Unsere Schule beteiligte sich an der Juniorwahl, einem Unterrichtsprojekt zur Motivierung für Erstwähler oder Noch-nicht-Wähler. Das Ziel ist, Demokratie zu üben und zu erleben.

An dieser Wahlsimulation nahmen in Deutschland ca. eine Million Jugendliche teil. Auch die Francke-Schule hatte die Schüler/-innen in den vorangegangenen Wochen im Unterricht auf die Bundestagswahl vorbereitet und bot dieses Jahr das „Wählen wie die Großen“ zum ersten Mal an. Unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert Lammert organisierte der gemeinnützige Verein Kumulus e.V. (Berlin) für Schüler/-innen deutscher Schulen diese Juniorwahl; er will in überparteilicher Arbeit zur Teilhabe am politischen Leben aufrufen und stellt Schulen, die sich angemeldet haben, vom Wahlbenachrichtigungsformular über Stimmzettel, Wahlkabinen und -urnen alles zur Verfügung, was zur Durchführung erforderlich ist.

Das Abstimmungsergebnis der 430 wahlberechtigten Francke-Schüler/-innen bekam die Schule anonymisiert zur Verfügung gestellt. Das Gesamtergebnis der Zweitstimmen und die Sieger der Erststimmen der Juniorwahl wurde am Wahlsonntag um 18.00 Uhr im Internet veröffentlicht und interessiert mit den tatsächlichen Ergebnissen verglichen.

Die Jugendlichen freuten sich, dass sie üben konnten, wie die Erwachsenen zu wählen; freiwillige Wahlhelfer/-innen stellten sich in den Klassen zur Verfügung, die die Wahlbenachrichtigungen schrieben und verteilten, sich bei Ordnerdiensten und bei der Organisation der Wahl im Wahllokal engagierten. Im Vorfeld wurden die Klassen auf die Wahl vorbereitet, Parteiprogramme wurden vorgestellt, unser Wahlrecht erarbeitet – dies immer mit Hilfe von Internetrecherche und Präsentationen. Gerne nutzten die Schüler/-innen auch den „Wahl-O-Mat“. Exemplarisch konnte der Umgang am Whiteboard im Unterricht geübt werden. Mit den Leistungskursschülern/-innen wurde beim Besuch einer öffentlichen Wahlkampfveranstaltung die Auseinandersetzung nicht nur auf der Bühne, sondern auch am Rande der Veranstaltung konkret erlebbar.

Wenn ein Schüler oder eine Schülerin bei der Juniorwahl seine/ihre Entscheidung getroffen und seine/ihre beiden Kreuze in der Wahlkabine gemacht hat, wird durch dieses Projekt die demokratische Teilhabe für ihn/sie erlebbar. Damit ist eine Grundlage für späteres gesellschaftliches Engagement geschaffen. Und wer jetzt neugierig ist, wie in den 3400 Schulen, die an der Juniorwahl teilgenommen haben, abgestimmt wurde, der sollte sich die Ergebnisse auf www.juniorwahl.de ansehen.


Back to Top

Magazin auswählen

Magazin 143 Magazin 143
Magazin 142 Magazin 142
Magazin 141 Magazin 141
Magazin 140 Magazin 140
Magazin 139 Magazin 139
Magazin 138 Magazin 138
Magazin 137 Magazin 137
Magazin 136 Magazin 136
Magazin 135 Magazin 135
Magazin 134 Magazin 134